"Pulegium vulgare (Mentha pulegium)
"Bey genauer Untersuchung der Blume dieses Gewächses, welches ich Pulegium vulgare nenne, zeigt sich deutlich eine von der Gattung Mentha sehr verschiedene Bildung, die man bey einer Familie, wie die, zu der es gehört, nicht übersehen darf; ...
Das Pulegium vulgare besitzt einen eigenthümlichen minzenartigen Geruch und einen scharfen Geschmack. ... Das frische Kraut, äußerlich angewandt, zeigt von der Gegenwart eines scharfen Stoffes; denn es reizt die Haut und röthet sie nicht nur, sondern bringt sogar Eiterung in derselben hervor. Es wurde ehemals in England, und besonders der ausgepresste Saft, für ein specifisches Mittel wider den Keuchhusten gehalten, so wie man es auch wider andre Brustbeschwerden empfahl, z. B. bey der Heiserkeit und beym Asthma, wobey es im Aufgusse versüßt als Thee gegeben wurde.
Der Name Pulegium , hergeleitet von Pulex, soll daher kommen, weil diese Thierchen durch Räuchern mit diesem Gewächs oder den Blumen desselben sollen getödtet werden können."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Elfter Band. 1830)