Pistacia vera
"In den Offizinen findet man von diesem Baume die röthlichen, violettlichen oder grünlichen
Samen, welche den dunkel gelbgrünen, sehr ölreichen Embryo enthalten, als Pistazien, Pistazienmandeln,
syrische Nüsschen, grüne Pimpernüsschen (Pistaciae s. nuclei Pistaciae s.
Amygdalae virides). Sie besitzen, wenn sie gut und nicht rancig sind, was sie leicht werden, einen
milden angenehmen, süßlich- öligen, mandelähnlichen Geschmack. Als vorwaltende Bestandtheile derselben
sind fettes Oel und Zuckerstoff anzunehmen. Das erstere lässt sich durch Auspressen gewinnen. ...
Gegenwärtig macht man, wenigstens in Deutschland, von den Pistazien zur Bereitung von
Emulsionen und Latwergen nur selten Gebrauch, wohl aber setzt man sie wegen ihrer schönen grünen
Farbe zu Morsellen (z. B. Morsuli imperatoris). In der Küche und Zuckerbäckerei dagegen werden
sie bei verschiedenen Confituren, Torten, Pasteten u. s. f. benutzt. In ihrem Vaterlande und in den
Ländern, wo man sie cultivirt, werden sie häufig gegessen."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Dreizehnter Band, 1837)