"Piscidiawurzelrinde: Die Droge stammt von einem 6-8 m hohen Baum, der im tropischen Amerika, in Florida, Mexiko, sowie auf den wetindischen INseln vorkommt. Verwendet wird nur die Wurzelrinde, nicht die glatte, helle Rinde des Stammes. Piscidawurzelrinde wird auf Jamaika und in Mexiko als Schlafmittel und als Analgetikum verwendet, auch gilt sie als Mittel, um Geisteskranke zu beruhigen.
Die Droge riecht schwach und erinnert etwas an Opium, ihr Geschmack ist bitter und beißend. Sie dient zur Herstellung eines Fluidextrakts und einer Tinktur, selten als Tee oder als Bestandteil von Teemischungen.
Anwendungsgebiete: Einschlafstörungen, Neuralgien, Dysmenorrhö. Nach Überdosierung wurde Erbrechen, Speichelfluss, Schweißausbruch, auch Benommensein und Zittern beobachtet."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)