"[III.71. - Hipposelinon] - Smyrnium olusatrum (Umbelliferae) - Pferdeseppich
Das Hipposelinon - Einige nennen es Grielon, Andere wilde Sellerie, Smyrnion [die Römer Olusatrum], wiewohl das eigentlich sogen. Smyrnion eine andere Pflanze ist, wie wir gleich zeigen werden. Es ist größer und weißer als der Gartensellerie; der Stengel ist hohl, hoch, zart und hat gleichsam Striche. Die Blätter sind breiter, ins Rötliche spielend; über diesen befindet sich ein Schirm wie bei Libanotis, voll von Blüten, welcher vor dem Aufblühen eine Kuppe bildet. Der Same ist schwarz, länglich, fest, scharf und aromatisch. Die Wurzel ist wohlriechend, weiß, wohlschmeckend, nicht dick. Es wächst an schattigen Orten und an Sümpfen. Es dient zu Gemüse wie Sellerie. Die Wurzel wird gekocht und roh gegessen, die Blätter und Stengel nur gekocht, teils für sich allein, teils werden sie mit Fischen zubereitet. Roh werden sie auch in Salzbrühe eingemacht. Die Frucht, in Honigwein getrunken, wirkt die Menstruation befördernd; getrunken und eingerieben erwärmt sie die von Frostschauer Befallenen und hilft gegen Harnzwang. Auch die Wurzel leistet dasselbe."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)

"[Böotische Myrrhe] - Smyrnium Olusatrum - Pferdeeppich
Die böotische Myrrhe ist die von einem gewissen in Böotion wachsenden Baume abgeschnittene Wurzel. Wähle die, welche der Myrrhe an Wohlgeruch ähnlich ist. Sie hat erwärmende, erweichende, lösende Kraft. Mit Vorteil wird sie auch den Räucherungen zugemischt."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)