Synonyme: Mentha piperita
Historisches: Der Gattungsname Mentha ist eine Entlehnung vom griechischen minthe. Nach einer von Ovid übermittelten Sage ist die Nymphe Minthe, die Tochter des Kokytes, von Proserpina, der Unterweltsgöttin, in diese Pflanze verwandelt worden. Pfefferminze und andere volkstümliche Namen beziehen sich auf den intensiven Geruch der Pflanze. Obwohl im Mittelalter oft statt der Pfefferminze auch die Krauseminze kultiviert und genutzt wurde, konnte aus Funden in altägyptischen Gräbern gesichert werden, daß unsere Pfefferminze bereits um 1200-600 v.Chr. bekannt war.
Drogen: 1. Menthae piperitae aetheroleum (syn. Aetheroleum Menthae piperitae, Oleum Menthae piperitae); Pfefferminzöl (syn. Ätherisches Pfefferminzöl), das aus den blühenden oberirdischen Teilen durch Wasserdampfdestillation gewonnene äther. Öl.
Inhaltstoffe: Terpene, besonders Menthol, Menthon und Menthylacetat (zus. 50-70 %) sowie u.a. Neomenthol, Isomenthon, Menthofuran, Limonen, Pulegon, α- und β-Pinen, β-Caryophyllen und Germacren D.
2. Menthae piperitae folium (syn. Folia Menthae piperitae); Pfefferminzblätter (syn. Pfefferminze), die getrockneten Blätter.
Inhaltstoffe: äther. Öl (0,5-4 %) mit den Hauptkomponenten Menthol (35-45 %), Menthon (15-20 %), Menthylacetat (3-5 %), 1,8-Cineol (6-8 %), Menthofuran (2-7 %), Isomenthon (2-3 %), Neomenthol (2,5-3,5 %), β-Caryophyllen (0,5-1,5 %) und trans-Sabinen (1 %). Gerbstoffe (3,5-4,5 %) besonders sog. Lamiaceengerbstoffe, Phenolcarbonsäurederivate, u.a. Kaffeesäure und p-Cumarsäure sowie Triterpene.