"Mentha piperita
"Man sammelt das Kraut, Herba Menthae piperitae s piperitis s. piperatae, kurz vor dem Blühen des Gewächses, und zwar nur die Blätter desselben, die beym Trocknen ihren Geruch behalten, der eigenthümlich angenehm-gewürzhaft ist, so wie der Geschmack stark, kampherartig-gewürzhaft, anfangs feurig, nachher aber eine anhaltende Kühle in der Mundhöhle zurücklassend. Durch die Destillation mit Wasser, wozu aber das Gewächs im blühenden Zustande genommen werden muss, erhält man das gebräuchliche Öhl und Wasser, Oleum et Aqua Menthae piperitae, ...
In Hinsicht der therapeutischen Wirkungen verhält sich die Mentha piperita wie die Mentha crispa, nur besitzt sie die Kräfte in einem hohem Grade. Man giebt sie, außer den schon bemerkten Zubereitungen, in Pulverform und im Aufgusse. Das ätherische Öhl, dessen Gabe ein bis zwey Tropfen ist, kommt auch zu den sogenannten Pfefferminzkuchen, Rotulae Menthae piperitae."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Elfter Band. 1830)