"[III.36. - Gebaute Minze] - Mentha piperita (Labiatae) - Pfefferminze
Der Hedysomos - Einige nennen ihn auch Mintha oder Kalamintha [die Römer Mentha, auch Nepeta, die Aegypter Tis, Andere Pherthrumonthu, Perxo, Makitho] - ist eine bekannte Pflanze mit erwärmender, adstringirender und austrocknender Kraft, daher stellt der Saft mit Essig getrunken den Blutauswurf. Er tödtet ferner die runden Würmer, reizt zum Liebesgenuss, bringt das Schlucken, den Brechreiz und die Cholera zur Ruhe, wenn zwei bis drei Reiser davon mit saurem Granatensaft genommen werden. Mit Graupen umgeschlagen zertheilt er Abscesse; auf die Stirn gelegt lindert er Kopfschmerzen, besänftigt geschwollene und (von Milch) strotzende Brüste. Mit Salz gibt er ein Kataplasma gegen Hundsbiss; der Saft mit Honigmeth stillt Ohrenschmerzen, den Weibern aber vor dem Beischlaf im Zäpfchen eingelegt behindert er die Empfängniss. Fein gerieben glättet er eine rauhe Zunge. Ferner bewahrt er die Milch vor dem Gerinnen, wenn die Blätter desselben in der Milch umgeschwenkt werden. Ueberhaupt ist er dem Magen zuträglich und eine gute Würze."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)

"[V.62. - Minzen-, Polei- und Beifusswein]
Der Minzen-, Polei- und Beifusswein wird auf gleiche Weise wie der aus Thymian bereitet. Sie haben gute Wirkung bei Magenleiden und Appetitlosigkeit und gegen Gelbsucht; sie sind nämlich harntreibend."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)