Verwendet werden das ganze vor der Blüte geerntete Kraut und die Petersilienfrüchte sowie das daraus gewonnene Öl und die getrocknete Wurzel.

Traditionelle Anwendung:
Petersilienkraut hilft in der Volksheilkunde bei Verdauungsbeschwerden, als harntreibendes Mittel bei Wassersucht sowie bei Blasen und Nierenleiden.
Die Früchte finden volkstümlich Anwendung bei Verdauungs- und Nierenbeschwerden. Das ätherische Öl wurde früher zur Entwässerung bei Ödemen und mißbräuchlich als Abortivum genutzt.
Die Wurzel wird in der Volksheilkunde bei Wassersucht, Nieren- und Blasenleiden zur Diurese, aber auch bei Blähungen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Im Haushalt dient sie als Suppengewürz und Trockengemüse.

Homöopathie:
Petroselinum crispum HAB 1; Petersilie, die frische, zu Beginn der Blüte gesammelte, ganze Pflanze.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen der Niere und der ableitenden Harnwege, Harnwegsentzündungen, Reizblase.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
Wissenschaftlich belegte Indikationen: Zur Durchspülung bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege, Durchspülungstherapie zur Vorbeugung und Behandlung von Nierengrieß. Die Wurzel ist in der Wirkung etwas milder als die Früchte.
Unerwünschte Wirkungen: Reines Apiol wirkt in höheren Dosen abortiv, Myristicin wird für erregende und rauschähnliche Zustände nach Einnahme größerer Mengen ätherischen Öls verantwortlich gemacht. Hohe Dosen des ätherischen Öls können das Nierenepithel schädigen.