Petersilie, Petroselinum, Gattung der Doldenblütler mit 3 Arten. Ursprünglich im Mediterrangebiet verbreitete, 2jährige Pflanzen mit 1–3fach gefiederten Blättern und kleinen weiß, gelbgrün oder rosa gefärbten Blüten in zusammengesetzten Dolden.
Wichtigste Art ist die bis 1 m hohe, stark aromatisch duftende Garten-Petersilie (Petroselinum hortense syn. Petroselinum crispum), mit rübenförmiger Wurzel, 3fach fiederschnittigen, dunkelgrün glänzenden Blättern und grünlichgelben Blütenständen. Die Pflanze wird in Europa seit dem Spätneolithikum in mehreren Sorten (Schnittpetersilie mit glatten oder krausen Blättern, Wurzelpetersilie) als Küchengewürz, Gemüse und Heilmittel (gegen Blähungen und Magenbeschwerden sowie zur Entwässerung) angebaut.
Sie enthält in allen Teilen (vor allem in den Früchten und der Wurzel) das etherische, in größeren Mengen gesundheitsschädliche Petersilienöl sowie nicht unbeträchtliche Mengen an Vitaminen. Petersilie gedeiht am besten auf frischen, nährstoffreichen Lehmböden und wird heute vielfach feldmäßig angebaut.
Nicht zu verwechseln mit der giftigen Hundspetersilie (Aethusa).