"Petersilien- Eppich , Petersilie, gemeine Petersilie, Peterlein, Peterling.
Wächst in Sardinien an Quellen und Bächen.
Blühet im Junius
Man hat von dem Apium Petroselinum Wurzel, Kraut und Samen, eigentlich Früchte, Radices , Herba et Semen
Petroselini,
dem Arzneyvorrath einverleibt. Die Wurzel kam ehedem mit zu den fünf größern eröffnenden Wurzeln, Radices
quinque aperientes majores ; und aus dem sogenannten Samen bereitet man noch jetzt ein
destillirtes Wasser Aqua Petroselini.
Nach Hanemann und Mariotte soll das Kraut der Pertersillie , an Suppen und Brühen genossen, epileptische
Zufälle hervorgebracht haben. Wer weiß aber, ob hier nicht eine Verwechselung mit
der Aethusa Cynapium Statt gefunden hat? Wenigstens müssten sonst bey dem so häufigen
Genuss der Petersilie diese Zufälle öfters bemerkt werden, da sie ja vorzüglich nur als Küchengewächs
benutzt wird.
Wurzel, Kraut und Früchte sind harn- und blähungstreibend und wurden auch von ältern
Ärzten für Mittel wieder den Stein gehalten."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Siebenter Band. 1855.)