"Tolubalsam: Den Tolubalsam gewinnt man von Myroxylon balsamum. Wildbestände der Bäume finden sich nur in einem kleinen Gebiet in den Wäldern der Provinz Tolu in Kolumbien, entlang des Magdalenenstroms und des Cauca. Um den Balsam zu gewinnen, macht man in den Baum V-förmige Einschnitte und fängt den ausfließenden Balsam in kleinen tassenartigen Gefäßen auf, die unterhalb der Wundstelle angebracht werden. Bis zu 20 Wundstellen können einem einzelnen Baum gleichzeitig beigebracht werden.
Tolubalsam, eine halbfeste, zähe Masse, erinnert im Geruch an Vanille. Die chemischen Bestandteile sind wenig untersucht, was besonders für den harzigen Anteil gilt, der etwa 80% des Balsams ausmacht. Tolubalsam verarbeitet man zu Hustenpastillen, die bei Bronchitis empfohlen werden."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)