Wichtigste und mit rund 500 Arten umfangreichste Gattung der Passionsblumengewächse ist die überwiegend im tropischen und subtropischen Amerika heimische Passionsblume (Passiflora). Viele ihrer Arten besitzen eßbare, zum Teil sehr saftige und wohlschmeckende, blaßgelb bis dunkelviolett gefärbte Früchte (Passionsfrüchte, Granadillen oder Grenadillen), von denen jedoch nur wenige eine überregionale Bedeutung besitzen.
Am bekanntesten ist die aus Brasilien stammende, heute in den Tropen weltweit verbreitete Maracuja (Maracujá) oder Purpurgranadille (Passiflora edulis), ein Kletterstrauch mit 6 cm großen weißen, purpurn gebänderten Blüten und eiförmig-rundlichen, 5–7 cm langen, außen purpurvioletten (var. purpurea) oder aber gelben (var. flavicarpa) Früchten. Ihr gelbes, geleeartig-verschleimtes, saftiges Fruchtfleisch (Inhaltsstoffe ä vgl. Tab. ) hat einen sehr aromatischen, süß-säuerlichen Geschmack und wird frisch verzehrt oder zu Maracuja-Saft und Kompott verarbeitet.
Die Fleischfarbige Passionsblume (Passiflora incarnata) gilt als Heilpflanze, da die in ihren Blättern enthaltenen Substanzen (Harmin und andere Harman-Alkaloide sowie Flavonoide) eine blutdrucksenkende, krampflösende und beruhigende Wirkung aufweisen.