"Tubocurarin: Die Arzneibücher beschreiben den offizinellen Arzneistoff als weißes, oder leicht gelblich gefärbtes Pulver, das sich in Wasser und Ethanol löst, in Aceton, Chloroform und Ether aber unlöslich ist. Die Droge ist ein Inhaltsstoff von Chondrodendron tomentosum. Wässrige Spissumextrakte von Chondrodendron-Arten waren wirksamer Hauptbestandteil des sog. Tubocurare, eines Pfeilgifts südamerikanischer Indianer, so benannt nach der Verpackung in Bambusröhren.
Tubocurarin ist ein peripher angreifendes Muskelrelaxans. Es wird in der Regel intravenös angewendet: zur Muskelerschlaffung bei Operationen im Bauch- und Thoraxraum, auch zum Einrichten von Frakturen und Luxationen."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)