"Aristolochiasäure: Die Droge gewinnt man durch Extraktion aus den oberirdischen Teilen von Aristolochia clematitis. Es handelt sich um ein gelbes Krstallpulver, das bitter schmeckt.
Orale Gaben stimulieren das retikuloendotheliale System, messbar durch den Phagozytoseclearancetest. Die Droge findet Anwendung bei Infektionen und Wunden zur Aktivierung der unspezifischen Immunabwehr, insbesondere zur Verbesserung der Heilerfolge bei der Antibiotikatherapie; bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen (Bronchitis, Sinusitis, Osteomyelitis, Pyelonephritis), bei Sekundärinfektonen (z.B. nach Verbrennungen, Bestrahlungen). Die Verwendung wurde in Deutschland verboten, da Tierversuche auf eine mögliche kanzerogene Wirkung hinwiesen."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)