~782 Gattungen / ~18300 Arten weltweit; kosmopolitisch, die meisten Arten in den humiden Tropen der Alten und Neuen Welt, fast alle epiphytisch, in gemäßigten Breiten nur terrestrische, d. h. im Boden wurzelnde Arten; nach den Korbblütlern die zweitgrößte Angiospermenfamilie, größte Monokotylen-Familie; krautig, Geophyten mit Wurzelknolle(n) oder Rhizom; Stängel unverzweigt; Laubblätter: wechselständig, häufig distich, einfach und ungeteilt, meist ungestielt, ganzrandig, parallelnervig (Ausnahme: Goodyera/ Netzblatt: netznervig); bei chlorophylllosen, auf Pilzen schmarotzenden (= vollmykotrophen) Arten sind die Laubblätter durch schuppenförmige Niederblätter ersetzt; Infloreszenz: meist Ähre, selten Traube (Ständelwurz/Epipactis), Blüten zwittrig, zygomorph, ↓ P3+3 (A1 G(3)), hochentwickelte Bestäubungsökologie, Blüten gewöhnlich resupiniert, d. h. um 180° gedreht, die 3 Tepalen des äußeren Kreises werden – da von den inneren verschieden – in der Orchideenliteratur oft als Kelchblätter bzw. Sepalen bezeichnet, die 2 paarigen Tepalen des inneren Kreises werden als Kronblätter bzw. Petalen bezeichnet, sie neigen sich manchmal mit den 3 Kelchblättern zusammen und bilden so einen „Helm“, das 3., mittlere (= mediane, obere) innere Tepalum (Kronblatt), heißt Lippe (= Honiglippe = Labellum), es weicht in Form, Farbe und Struktur meist stark von allen übrigen Blütenhüllblättern ab: es ist meist das größte, auffälligste Tepalum, oft stark differenziert und nicht selten gespornt, das Labellum weist zur Anthese meist infolge der Resupination nach unten und dient meist als Landeplatz für Bestäuber, manchmal ist das Labellum in ein Hinter- und in ein Vorderglied gegliedert, der Sporn ist oft ± mit Nektar gefüllt, in der Knospe oben liegend; Staubblatt: 1 Stamen mit 2 Theken (Unterfamilie Orchidoideae, manchmal noch Staminoidien sichtbar) oder 2 Stamina (nur Frauenschuh/Cypripedium; Unterfamilie Cypripedioideae); Gynostemium (= Säulchen): säulchenartiger Komplex, Verwachsungsprodukt aus Stamen und Griffel; Pollenmassen meist nicht lose, sondern je Theke zu einem keulenförmigen Paket (= Pollinium) verklebt, das Pollinium ist am der klebrigen Rostellum (= Viszidium = Klebdrüse = Klebkörper = Klebscheibe, dem 3. Narbenlappen homolog) angeheftet; Fruchtknoten: unterständig, meist seilartig gedreht (Resupination!); die flächige Narbe ist 2 Nar-benlappen homolog, der 3. Narbenlappen ist zum Rostellum, der Klebedrüse für das Pollinium, umgewandelt; Frucht: Kapsel mit sehr zahlreichen winzigen Samen (ca. 10.000 bis 1,000.000, Zusammenhang mit der Bestäubung!), Samen ± ohne Nährgewebe und mit wenig entwickeltem Keimling; das Keimen der Samen und das Jugenstadium der Pflanzen ist daher auf symbiontische Pilze angewiesen: endotrophe Mykorrhiza!