"[I.166. - Medische Äpfel]
Die medischen oder persischen Äpfel oder die Kedromelen, die Citria der Römer, sind allbekannt. Es ist nämlich ein Baum, welcher das ganze Jahr kurz nach einander Früchte trägt. Die Frucht selbst ist länglich, runzelig, goldfarben, scharf wohlriechend und hat einen der Birne ähnlichen Samen. In Wein getrunken hat sie die Kraft, tödlichen Giften entgegenzuwirken und den Stuhlgang anzuregen. Die Abkochung dient als Mundwasser zum Wohlgeruch des Mundes. Ihr Saft wird von den Frauen gegen Ekel gern genommen. Sie soll auch, in die Schränke gelegt, Kleider vor (Motten-)Fraß bewahren."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)