"[I.141. - Träne des äthiopischen Ölbaumes] - Elaeagnus spinosa [angustifolia]
Der Tropfsaft des äthiopischen Ölbaumes gleicht in gewisser Weise dem Skammonium, ist gelblich, besteht aus kleinen Tropfstücken und ist beißend; der dem Gummi und Ammoniacum aber ähnliche, schwärzliche und nicht beißende ist untauglich. Einen solchen bringt aber auch bei uns der echte und der wilde Ölbaum hervor. Er wirkt gegen Stumpfsichtigkeit, heilt eingestrichen vernarbende Wunden und Leukome, treibt auch den Harn und die Periode und hilft bei Zahnschmerzen in den angefressenen Zahn gesteckt. Er wird auch unter die Verderben bringenden Mittel gerechnet, denn er treibt den Embryo aus, heilt ferner Flechten und Aussatz. Der äthiopische Ölbaumwird auch wilder Ölbaum genannt."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)