Verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten, getrockneten Sprossspitzen bestehend aus Stängeln, Blättern, Blüten und Früchten (Agrimoniae herba - Odermennigkraut).
Traditionelle Anwendung:
Odermennigkraut wirkt innerlich bei leichten, unspezifischen, akuten Durchfallerkrankungen als Stopfmittel. Die adstringierende Wirkung der Droge wird auch zur Behandlung von Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut genutzt. Äußerlich wird ein Dekokt zu Umschlägen bei oberflächlichen Entzündungen der Haut eingesetzt. Volkstümlich dient die Droge zur Behandlung von Bettnässen, Nieren- und Blasenentzündungen sowie bei Diabetes zur unterstützenden Senkung des Blutzuckerspiegels. Die Wirksamkeit bei diesen Indikationen ist nicht belegt.
Homöopathie:
Agrimonia eupatoria HAB; das frische, blühende Kraut.
Anwendungsgebiet: zur Behandlung der Bronchitis.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): innerlich gegen leichte Durchfälle; äußerlich zum Gurgeln bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, außerdem als Kompresse zur Unterstützung der Wundheilung.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.
Bereitung eines Teeaufgusses:
1,5 bis 4 g fein geschnittenes Odermennigkraut mit ca. 150 mL siedendem Wasser übergießen und nach 10 Min. abseihen.
2 bis 4 mal täglich eine Tasse Odermennigkrauttee trinken. Tagesdosis 3 bis 6 g Droge.