Synonyme für Solanum dulcamara: Dulcamara flexuosa, Solanum laxum, S. lyratum, S. scandens;
Bittersüßer Nachtschatten, Alpranke, Bittersüß, Hinschkraut, Mausholz, Natterholz, Pißranke, Rote Hundsbeere, Süßholz
Synonyme für Solanum nigrum: Solanum alpinum, S. americanum, S. anacamptocarpum, S. fistulosum, S. grossedentatum, S. hortense, S. incertum, S. judaicum, S. melanocerasum, S. morella, S. nodiflorum, S. oleraceum, S. plebeium, S. retroflexum, S. rhinocerotis, S. rubrum, S. rumphii, S. stenopetalum, S. suffruticosum, S. triangulare, S. uliginosum, S. viscidissimum, S. vulgare, S. vulgatum;
Giftbeere, Hundsbeere, Mondscheinkraut, Saukraut, Sautod
Drogen: Dulcamarae stipes (syn. Caule dulcamarae, Dulcamara, Dulcamarae stipites, Stipites Dulcamarae); Bittersüßstengel (syn. Bitterstiele, Waldnachtschattenstiele). Die Droge ist giftig!
Inhaltstoffe: Steroidalkaloidglykoside (0,07-0,4 %), wie α- und β-Solamarin sowie Steroidsaponine (ca. 0,18 %).
Solani nigri herba (syn. Herba Solani nigri); Schwarzes Nachtschattenkraut, das zur Blütezeit gesammelte und getrocknete Kraut.
Inhaltstoffe: Steroidalkaloidglykoside (bis zu 1,6 %), vor allem Solasonin, Solamargin und β-Solamargin; Steroidsaponine.
Historisches: Solanum dulcamara wurde bereits von Dioskurides gemischt mit Wein als Schlafmittel verwendet, die Germanen nutzten die Pflanze gemeinsam mit Solanum nigrum als Narkotikum zur Behandlung des "Nachtschadens", einer durch nächtliche Alpdämone ausgelösten Krankheit. Der Bittersüße Nachtschatten galt außerdem als "Alfenkraut", man legte es Kindern gegen Verzauberung in die Wiege und hängte es dem Vieh gegen die "Hunsch" oder Engbrüstigkeit um den Hals. Im Mittelalter wurden seine Beeren als Amulett oder Talisman gegen üble Nachrede um den Hals getragen. Solanum dulcamara und S. nigrum gehörten zu den Bestandteilen von Hexensalben und -getränken. Im 16. und 17. Jh. wurde S. nigrum in Europa als Gemüsepflanze angebaut, wahrscheinlich standen damals alkaloidarme oder -freie Sippen zur Verfügung.