Synonyme: Commiphora molmol, Balsamodendron myrrha;
Myrrhenbaum

Historisches: Myrrhe gehört neben Weihrauch zu den ältesten Drogen und Kostbarkeiten. Die Droge begegnet uns sowohl bereits im Alten Testament wie auch in den Kulturkreisen des Nahen und Mittleren Ostens, so bei den Assyrern, Persern, Hebräern und Phönikiern, v.a. für Räucherungen in Tempeln. Der Name Myrrhe geht auf den bitteren Geschmack zurück (bitter: arabisch "murr", assyrisch-babylonisch "murru" und somalisch "molmol" bedeutet sehr bitter).

Droge: Myrrha (syn. Gummi Myrrha, Gummiresina Myrrha); Myrrhe (syn. Echte Myrrhe, Somali-Myrrhe), das aus der Rinde ausgetretene, an der Luft getrocknete Gummiharz; Es kann auch von anderen C.-Arten abstammen, wenn es in der chemischen Zusammensetztung vergleichbar ist.
Inhaltstoffe: äther. Öl (2-10 %) mit Sesquiterpenen (u.a. Sesquiterpenkohlenwasserstoffen, bes. δ-Elemen, 28,8 %) und Furanosesquiterpenen (Germacren-, Eudesmen- Elemen- und Guajen-Typ, wie Commiferin vgl. Formel und 5-Aceto-2-methoxy-4,5-dihydrofiranodien-6-on vgl. Formel als Geruchsträger) als Hauptkomponenten. Nebenbestandteile sind einige Monoterpene, z.B. Limonen, α-und β-Pinen und Phenylpropanderivate, u.a. Zimt- und Cuminaldehyd. Darüber hinaus ist eine Harzfraktion enthalten. Sie besteht aus einem etherlöslichen, einem etherunlöslichen, einem chloroformlöslichen und einem aus Schleimstoffen und Proteinen zusammengesetzten polaren Teil, der etwa 60 % des Harzes umfaßt.