"[IV.57. - Elichryson] - Gnaphalium stoechas (Compositae) - Goldblume
Das Elichryson - Einige nennen es Chrysanthemon, Andere auch dieses
Amaranton, mit dem sie auch die Götterbilder bekränzen - ist ein weissgrünes, gerades, festes Räthchen und hat schmale, in Abständen stehende
Blätter, welche denen des Beifusses ähneln, eine kreisrunde Dolde und
goldglänzende runde Köpfchen, gleichsam trockene Büschel, und eine zarte
Wurzel. Es wächst an rauhen und zerklüfteten Stellen. Die Dolde, mit Wein
getrunken, hilft gegen Harnverhaltung und Schlangenbisse, bei Ischias und
inneren Rupturen, befördert auch die Menstruation. Mit Honigwein genommen lässt sie geronnene Blutklumpen in der Blase und im Bauche.
Ferner lindert sie Katarrhe, wenn sie dem Nüchternen in der Gabe von
3 Obolen im Mischtrank von weissem Wein gereicht wird. Sie wird
auch zwischen die Kleider gelegt, da sie dieselben vor Mottenfrass schätzt."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)