Verwendet wird das Mistelkraut vor der Fruchtbildung.

Traditionelle Anwendung:
Vor der Fruchtbildung gesammelte Blätter und Zweige werden zur Langzeitbehandlung von Hypertonie und Prophylaxe der Arteriosklerose eingesetzt; in der Volksheilkunde auch bei Epilepsie, Keuchhusten, Asthma, Schwindelanfällen, Amenorrhoe, Durchfällen, Chorea, Hysterie und Nervosität.
Frisches Mistelkraut dient zur Segmenttherapie bei degenerativ entzündlichen Gelenkerkrankungen sowie zur Palliativtherapie bei malignen Tumoren. Die Präparate der anthroposophisch orientierten Medizin werden bei gut- und bösartigen Geschwulsterkrankungen, bei gut- und bösartigen Erkrankungen und begleitenden Störungen der blutbildenden Organe, zur Anregung der Knochenmarksfunktion, zur Vorbeugung gegen Tumorrezidive, bei definierten Präcancerosen sowie chronischen Erkrankungen, wie Morbus Crohn und chronischen Gelenkentzündungen verwendet.

Homöopathie:
Viscum album HAB 1; Mistel, die frischen, im Herbst geernteten, beblätterten Sprosse und Früchte.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen des arteriellen Gefäßsystems, des Herzens, der Atemwege, der weiblichen Geschlechtsorgane sowie des Stütz- und Bewegungsapparates.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
HMPC (Herbal Medicinal Product Committee): Nach Überprüfung der Datenlage zur Misteltherapie bei Krebsleiden kam das HMPC zu dem Ergebnis, dass Mistelkraut weder als „medizinisch allgemein anerkannt“ („well-established use“) noch als „Traditionelles Arzneimittel“ eingestuft werden kann.