"Die Hippokratiker schreiben den Mispeln genau dieselbe
Eigenschaft zu und empfehlen sie genau gegen
dieselben Zufälle, wie die Speierlinge.
Es gibt aber in Griecbenland zwei Arten Mespeln , die
auch schon Theophrast anführt, nemlich 1) den gemeinen
Mespelbaum [Mespilus germanica L.], 2) der reinfarnblättrige
[Mespilus tanacetifolia Smith], den Sibthorp
als gemein auf hohen Bergen durch ganz Griechenland
angibt. Tournefort gedenkt dessen nur in Kleinasien ,
er gibt eine ausführliche Beschreibung und Abbildung
davon. Die Früchte sehen kleinen Aepfeln gleich, sie
sind etwas haarig, blassgrün, in das Gelbe fallend, wohlschmeckend.
Die Armenier in Tourneforts Begleitung
aßen die Früchte sehr gerne."
(J.H.Dierbach: Die Arzneimittel des Hippokrates, 1824)