Verwendet werden die getrockneten Blätter und das aus dem blühenden Kraut gewonnene, vom Menthol teilweise befreite ätherische Öl (Minzöl – Menthae arvensis aetheroleum).
Traditionelle Anwendung:
In Ostasien helfen Minzblätter bei bei Erkältungskrankheiten, Pharyngolaryngitis, Kopfschmerzen, dyspeptischen Beschwerden und Flatulenz.
Minzöl wird innerlich in Zubereitungen bei Meteorismus, funktionellen Magen-, Galle- und Darmbeschwerden, Katarrhen der oberen Luftwege angewendet; äußerlich bei Myalgien und neuralgiformen Beschwerden sowie als Aromatikum.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
Erfahrungsmedizin für Blätter der Krausen Minze: Innerlich bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden, die mit Blähungen verbunden sind, außerdem bei Gallebeschwerden und bei Katarrhen der Atemwege; äußerlich als Inhalat bei Katarrhen der Atemwege, als Einreibung bei Muskelschmerzen unbekannter Ursache und bei Nervenschmerzen.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.
Wissenschaftlich belegte Indikationen für Minzöl: Innerlich: Meteorismus, funktionelle Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden, Katarrhe der oberen Luftwege.
Äußerlich: Myalgien und neuralgiforme Beschwerden.
Unerwünschte Wirkungen: Bei empfindlichen Personen können Magenbeschwerden auftreten. Bei Asthma bronchiale können Menthol enthaltende ätherische Öle den Spasmus verstärken.
Vorsicht bei Säuglingen und Kleinkindern: Mentholhaltige Präparate dürfen nicht als konzentrierte Dämpfe zur Inhalation verwendet werden oder in die Nase eingerieben oder eingeträufelt werden, da es reflektorisch zu Atemstillstand kommen kann!
Dosierung:
Innerlich: 1 bis 2 mal täglich 2 Tropfen Minzöl auf Zucker oder in Wasser einnehmen, Tagesdosis 3 bis 6 Tropfen.
Äußerlich: Zur Inhalation 3 bis 4 Tropfen Minzöl auf heißes Wasser geben und inhalieren.