"Mentha crispa (Mentha spicata)
"Als mit der Mentha crispa verwechselt werden könnend, sind von Weihe angegeben: Mentha crispata , rotundifolia, dentata, rubra und citrata. ...
Man sammelt das Kraut, Herba Menthae crispae, kurz vor dem Blühen. Es ist von eigenthümlichem, balsamischem Gerüche, den es auch nach dem Trocknen noch besitzt. Sein Geschmack ist gewürzhaft-bitterlich. Durch die Destillation mit Wasser erhält man das davon gebräuchliche Öhl und Wasser, Oleum et Aqua Menthae crispae ... Man bedient sich dieses Krautes und seiner Zubereitungen innerlich als krampflinderndes Mittel, und äußerlich zum Zertheilen. Auch wird es, so wie der Kampher, als ein autaphrodisiacum betrachtet."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Elfter Band. 1830)

"Mentha crispata (Mentha spicata)
"In der neuesten Pharmacopoea Borussica ed. 5. 1829. ist nicht nur die Mentha crispa, sondern auch die Mentha crispata genannt, von welcher die Herba Menthae crispae gesammelt werden kann, was auch sehr zu billigen ist, da alle Arten der Gattung einen ähnlichen Geruch, den man daher auch im Allgemeinen minzenartig nennt, besitzen, und, wenn er auch bey den verschiedenen Arten eine specifische Verschiedenheit zeigt, so scheint diese doch bey dem Krauswerden ihrer Blätter in dem Maße, wie er stärker und angenehmer wird, zu schwinden, wodurch denn alle Minzen mit krausen Blättern in Hinsicht der therapeutischen Wirkung sich sehr nähern müssen. Dass der Geruch — uud folglich auch der Gehalt an ätherischem Öhl —mit dem Krauswerden der Blätter sehr zunimmt, hat schon Linne bemerkt; denn er sagt: "Odor in Tanaceto, Mentha, Ocimo, Matricaria augetur cum crispatura, quod singulare.“"
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Elfter Band. 1830)

"Mentha viridis (Mentha spicata)
"Der Mentha viridis zeigt sich die Mentha crispata sehr ähnlich, und es erhält daher auch die Vermuthung , dass erstere die Mutterpflanze der letztern sey, sehr viel Wahrscheinliches zu ihrer Bestätigung. ...
In England ist die Mentha viridis als Arzneygewächs aufgenommen, und kommt in der Pharmacopoea Londinonsis unter dem Namen Herba Menthae sativae vor, eine Benennung, die wohl daher entstanden ist, weil sie häufig in Gärten gebauet und als ein Küchenkraut zu Markte gebracht wird."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Elfter Band. 1830)