Die Asperl bzw. Mispel ist etwas ganz Besonderes. Es handelt sich um eine rotbraune,
behaarte Apfelfrucht, die nicht vollständig geschlossen ist und fünf “Zipfel”
besitzt. Die Asperln haben einen hohen Säure- und Gerbstoffgehalt und werden
gerne bei der Most herstellung verwendet. Auch roh genossen schmecken die Früchte.
Dass dazu Frosteinwirkung notwendig ist, ist ein weit verbreiteter Irrglaube.
Durch den Frost gehen Unmengen an Aromastoffen verloren. Traditionell lagert
man die Asperln nach der Ernte (vor dem Frost) locker in flachen Steigen.
Nach etwa drei Wochen werden sie weich und sind zum Verarbeiten bereit.
Zutaten: Asperl-Früchte, Gelierzucker (2:1), Wasser.
Die Asperln möglichst vollreif ernten, bei Bedarf nachreifen lassen.
Die Früchte mit soviel Wasser über gießen, dass sie gerade bedeckt
sind und ca. 1/2 Stunde kochen lassen. Dabei immer wieder umrühren.
Solange rühren bis sich eine breiige Masse ergibt und sich
die Kerne vom Fruchtfleisch lösen. Diesen Vorgang kann man mit
einem Handmixer beschleunigen. Wird die Masse zu dick, einfach
noch ein wenig Wasser dazugeben. Die gekochten Früchte durch
ein grobes Sieb drücken, um sie von den derben Kelchblättern,
den Kernen und den Schalenresten zu befreien. Danach nochmals
durch ein feines Sieb streichen. Die verbleibende Masse abwiegen,
mit der halben Menge Gelierzucker (bei 1000 g Fruchtmus nimmt
man 500 g Gelierzucker) verrühren und noch einmal kurz aufkochen.
Anschließend heiß in saubere Gläser füllen.
Tipp: Asperl-Marmelade eignet sich hervorragend für
Weihnachtsbäckerei und als Palatschinkenfüllung.
(Quelle: RGV-Rezeptsammlung.pdf)