Verwendet werden die vom Pappus befreiten, reifen Früchte und das blühende, getrocknete Kraut.
Traditionelle Anwendung:
Die Früchte werden bei Verdauungsbeschwerden und funktionellen Störungen des ableitenden Gallensystems; bei toxischen Leberschäden zur unterstützenden Behandlung von entzündlichen Erkrankungen sowie bei Leberzirrhose eingesetzt. In der Volksheilkunde wird die Droge auch bei Kreislauferkrankungen, Hypertonie und gastrointestinalen Beschwerden angewendet.
Mariendistelkraut half in der Volksheilkunde bei Verdauungsbeschwerden, früher auch bei Malaria und Frauenleiden.
Homöopathie:
1. Silybum marianum HAB 1; Mariendistel, die reifen, getrockneten, vom Pappus befreiten Früchte.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen der Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und des venösen Gefäßsystems.
2. Silybum marianum, äthanol. Decoctum HAB 1, die reifen, getrockneten, vom Pappus befreiten Früchte.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): Standardisierte Mariendistel-Extraktpräparate und Silymarin: bei toxischen Leberschäden und zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.
Bereitung eines Teeaufgusses:
Teeaufgüsse von Mariendistelfrüchten werden nicht empfohlen, da damit die wirksame Dosis an Silymarin nicht erreicht wird.