Mannstreu w, Eryngium, Gattung der Doldenblütler mit ca. 230 Arten in den gemäßigten und warmen Zonen (Verbreitungsschwerpunkt in Südamerika); distelähnliche, 1–2jährige Kräuter oder Stauden mit derben, dornig gezähnten Blättern und überwiegend bläulichen, von stacheligen, bläulich oder silbrig schimmernden Hochblättern umgebenen, kugel-, kegel- oder walzenförmigen Blütenständen.
Die in Europa und Vorderasien heimische Feld-Mannstreu (Eryngium campestre) kommt in Trocken- und Halbtrockenrasen vor; nach dem Abblühen werden die trockenen Fruchtstände vom Wind verweht (Steppenroller) und so die Früchte ausgebreitet. Der dicke braune Wurzelstock der Pflanze enthält u.a. Saponine und etherisches Öl und wird seit alters her in der Volksmedizin verwendet.
Auf salzhaltigen Sandböden der europäischen Küsten (Küstenvegetation) findet sich die in Deutschland im Bestand stark gefährdete, vollkommen geschützte, sehr dekorative Stranddistel (Eryngium maritimum).
Verschiedene Arten, wie die südosteuropäische Alpendistel oder Alpen-Mannstreu (Eryngium alpinum) oder die aus dem Kaukasus stammende Elfenbeindistel (Eryngium giganteum) sind auch dekorative Zierpflanzen, deren haltbare Blütenstände sich gut für Trockensträuße eignen.