"[III.21. - Mannstreu] - Eryngium viride (Umbelliferae) - Grüne Mannstreu, Eryngium campestre (Umbelliferae) - Feldmannstreu, Eryngium maritimum (Umbelliferae) - Strandmannstreu
Das Eryngion [Einige nennen es Erynge, Andere Eryneris, Karyos, Gorginion, Hermion, Origanon chlunion, Myrakanthos, Moly, die Aegypter Krobysos, die Propheten Sisertos, die Römer Capitalum Carduus, auch Carterae, die Dakier Sikupnoex, die Spanier Kotukapeta, die Afrikaner Cherdan, Oreian chloen, auch Chida] gehört zu den Dornsträuchern. Seine jungen Blätter werden in Salzlake eingemacht als Gemüse gebraucht; sie sind breit, rings herum rauh und haben einen würzigen Geschmack, aber bei fortschreitendem Wachsthum werden sie an vielen Hervorragungen der Stengel zu Dornen. Von diesen aus gehen Zweige, welche an der Spitze runde Köpfchen tragen, die ringsum von sehr spitzen, festen Dornen sternförmig umgeben sind. Ihre Farbe ist grün oder blass oder weise,hie und da soll sie auch blau gefunden werden. Die Wurzel ist lang und breit, aussen schwarz, innen weiss, fingerdick, dabei wohlriechend und gewürzig. Es wächst in ebenen und rauhen Gegenden. Es hat erwärmende Kraft, fördert getrunken den Harn und die Menstruation und vertreibt Leibschneiden und Blähungen. Mit Wein hilft es denen, die an der Leber leiden, die von giftigen Thieren gebissen sind und die tödliche Gifte genossen haben. Zumeist wird es mit Möhrensamen in der Menge von 1 Drachme getrunken. Wie man sagt, vertheilt es (als Amulett) umgebunden und als Kataplasma Geschwülste. Die Wurzel desselben mit Honigmeth getrunken heilt Opisthotonie und Epilepsie."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)