"Mandelöl: Die Früchte des Mandelbaumes sind Steinfrüchte; abweichend von anderen Prunoideae wie Aprikosen, Pflaumen, Pfirsichen und Kirschen ist das Mesokarp der Mandel trocken und ledrig und öffnet sich bei der Reife.
Der Mandelbaum wird in zahlreichen Varietäten gezogen, die man in zwei Hauptgruppen gliedern kann: in süße und in bittere Mandeln. Der Underschied beruht auf dem Fehlen oder Vorkommen von Amygdalin. Zur Ölgewinnung können beide Mandelsorten herangezogen werden; in Wirklichkeit kommen nur die bitteren Mandeln in Frage, da süße Mandeln ein viel zu kostbares Handelsprodukt darstellen. Mandelöl ist ohnehin eines der teuersten Öle, das als Speiseöl, aber auch als Bestandteil von Kosmetika, sehr geschätzt wird. Die wichtigsten Anbeugebiete für Mandeln sind die Mittelmeerländer sowie Kalifornien, Südaustralien und Südafrika.
Der Ölgehalt der bitteren Mandel wechselt stark; im Mittel liegt er bei 40-55%."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)