Malve w, Malva, Gattung der Malvengewächse mit ca. 30 in Eurasien und Afrika heimischen Arten. Behaarte Kräuter oder Halbsträucher mit oft rundlichen, mehr oder weniger handförmig gelappten Blättern und einzeln oder zu mehreren in den Blattachseln stehenden, oft ziemlich großen Blüten; diese radiär, 5zählig, mit einem in der Regel 3blättrigen, am Grunde mit dem Innenkelch verwachsenen Außenkelch, keil- bis herzförmig, in der Knospenlage gedrehten Kronblättern sowie zahlreichen, zu einer Röhre verwachsenen Staubblättern. Die Frucht ist rund, flach, in der Mitte eingedrückt und zerfällt in reifem Zustand in eine Vielzahl von flachen, nierenförmigen, einsamigen Teilfrüchten.
In sonnigen, lückigen bzw. staudenreichen Unkrautfluren Mitteleuropas wachsen u.a.: die Wilde Malve (Malva sylvestris) mit hell- oder dunkelpurpurnen, dunkler geaderten Blüten, die Gänse-Malve oder Weg-Malve (Malva neglecta), eine niederliegende Pflanze mit rosafarbenen bis weißlichen Blüten, und die aus Südeuropa stammende, rosarot blühende Rosen-Malve oder Siegmarswurz (Malva alcea) mit tief gespaltenen Blättern.
Alle 3 Arten werden seit alters her als Heilmittel gegen Husten und Entzündungen des Rachens, der oberen Luftwege und des Magen-Darm-Kanals angewandt. Die Wilde Malve und die Rosen-Malve werden wie die rosa oder weiß blühende Moschus-Malve (Malva moschata) auch als Gartenzierpflanzen gezogen. Die rosa blühende, bei uns nur noch selten als Zier- oder Heilpflanze gezüchtete Quirl-Malve (Malva verticillata) gehört in China zu den ältesten kultivierten Gemüsearten.