"Schlitzblättrige Malve, Siegmarskraut, Simeonskraut, Studentenblume, rheinische Pappel, Augenpappel, Rosenpappel, Wetterrosen, Morgenstern, Herzleuchte, Felris, Felriswurz, Siegmarswurz, Simeonswurz, Flugwurz.
Wächst fast in ganz Deutschland, so wie auch in England und Frankreich auf bergigen Gegenden, auf Hügeln und Dämmen, an Zäunen und Gesträuchen.
Blühet im Julius und August.
Von der Malva alcea findet man in den Apotheken Wurzel und Kraut, Radices et Herba Alceae, die aber in den jetzigen Zeiten vom Arzte nicht mehr verschrieben werden. - Ehemals rühmte man die Wurzel in Augenkrankheiten; da sie sich aber in ihren therapeutischen Eigenschaften vor der Althaea officinalis oder der Malva rotundifolia nicht auszeichnet: so wird sie durch diese auch hinreichend ersetzt."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Zweyter Band. 1809.)
"Rundblättrige Malve, Gänsemalve, Käsepappel, Rosspappel, Hasenpappel, Gänsepappel,
Feldpappel, kleine Pappel, Pappelkraut, Kazekäsel, Käsleinkraut.
Wächst in ganz Deutschland, so wie in den mehresten Ländern Europens, auf den Straßen,
an Wegen und auf Schutthaufen.
Blühet vom Junius bis in den September.
Von diesem Gewächs findet man in den Apotheken Wurzel, Kraut und Blumen, so wie
in ältern Zeiten auch den Samen, Radices, Herba, Flores et Semen Malvae. Jedoch können, nach der neuen preußischen Pharmacopoee, die Blumen auch von
der Malva sylvestris gesammelt werden.
Alle Theile des Gewächses sind schleimig, vorzüglich die Wurzel, und können daher, so wie
die der Althaea officinalis benutzt werden."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Zweyter Band. 1809.)
"Wald-Malve, wilde Malve, St. Johannispappel, Hanfpappel, große Roßpappel, große Hasenpappel.
Wächst in ganz Deutschland, so wie in den mehresten Ländern Europens, an Wegen, Zäunen, auf wüsten Stellen und auf Schutthaufen.
Blühet vom Julius bis in den September.
In Rücksicht des vorwaltenden Bestandtheils, nämlich des Schleims, und der davon abzuleitenden therapeutischen Eigenschaften scheint die Malva sylvestris von der Malva rotundifolia nicht verschieden zu seyn."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Zweyter Band. 1809.)
"Mauritanische Malve.
Wächst in Italien, Spanien und Portugal, und ist auch in einigen Gegenden Deutschlands z.
B. bey Berlin, Leipzig und Wittenberg auf wüsten Stellen und auf Ackern unter dem
Sommergetreide bemerkt worden."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Zweyter Band. 1809.)