Verwendet wird das während der gesamten warmen Jahreszeit geerntete ganze Kraut (Majoranae herba) und das durch Wasserdampfdestillation aus dem Pflanze gewonnene Öl. .

Traditionelle Anwendung:
Majorankraut wurde früher in Form einer Schnupfensalbe in der Säuglings- und Kleinkinderpraxis verabreicht. Infolge nicht ausreichend geklärter Risiken nicht mehr genutzt. Volkstümlich auch bei Verdauungsbeschwerden, Depressionszuständen, Krampfhusten und Migräne. Große Mengen der Droge werden als Gewürz, besonders für Wurstwaren, genutzt.
Majoranöl wirkt bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, bei Gallenbeschwerden und Husten.

Homöopathie:
Origanum majorana (syn. Majorana) HAB 1, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane, gesteigerte sexuelle Erregbarkeit.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
Keine wissenschaftlich belegten Indikationen.
Erfahrungsmedizin: Bei Krämpfen, als Diuretikum und Diaphoretikum, bei Magen- und Darmbeschwerden.
Unerwünschte Wirkungen: Aufgrund des Gehaltes an Arbutin und Hydrochinon ist die Droge nicht für den Langzeitgebrauch geeignet.

Bereitung eines Teeaufgusses (traditionell):
Getrocknetes, fein zerkleinertes Kraut mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen, einige Minuten ziehen lassen und abseihen.