"Maiskeimöl: Maiskeimöl ist billiger als Weizenkeimöl. Es fällt in größeren Mengen an, da beim Mais der Fettgehalt des Kornes höher ist (~5%) und der Embryo einen gewichtsmäßig höheren Anteil des Gesamtkornes ausmacht. Auf die Linol- und die Ölsäure entfällt der Hauptanteil der Gesamtfettsäuren."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)

"Maisstärke: Das Weichen der Körner bildet eine wesentliche Phase der Fabrikation. Es bewirkt, dass die verschiedenen Komponenten des Maiskorns beim späteren Vermahlen sich leichter trennen, dass vor allem die Keime leicht entfernt werden können. Bei einer Fabrikationsart wird der Mais 2 Tage lang in warmem (50°C) Schwefeldioxid-haltigem Wasser eingeweicht. Der Schwefeldioxidgehalt des Wassers soll die Entwicklung von Mikroorganismen hemmen. Die folgenden Manipulationen sind rein physikalischer Natur. Das geweichte Korn wird zunächst grob zermahlen; Hülle, Keim und Endosperm werden getrennt. Die Keime werden in sog. Kernseparatoren entfernt und zu Maiskeimöl weiter verarbeitet. Die Reste des Korns werden nunmehr fein zermahlen; nach Abtrennung faseriger Partikel resultiert eine Stärkemilch, die noch Gluten enthält. Gluten und Stärke können durch Zentrifugieren voneinander getrennt werden."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)