"Maiglöckchenkraut: Die Droge besteht nach DAB9 aus den getrockneten, während der Blütezeit gesammelten, oberirdischen Teilen von Convallaria majalis, oder nahestehenden Arten, vor allem der in Japan heimischen C. keiskei. Drogenimporte kommen aus den Balkanländern und aus China.
Inhaltsstoffe von C. majalis sind 0,2-0,5% Gesamtglykoside, wobei mengenmäßig Convallosid, Convallatoxin, Desglucocheirotoxin, Convallatoxol und Lokundjosid dominieren. Die prozentuelle Aufschlüsselung variiert stark in Abhängigkeit von der Drogenherkunft.
Die Droge dient zur Herstellung von Tinkturen, Fluid- und Trockenextrakten; diese Galenika werden weiter zu Kombinationspräparaten verarbeitet. Nicht alle dieser Fertigarzneimittel sind biologisch standardisiert."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)