Maiglöckchen, Convallaria, eurasiatische Gattung der Liliengewächse (nach der neueren Systematik der Maiglöckchengewächse) mit der einzigen Art Convallaria majalis. Aus dem unterirdisch kriechenden Rhizom bilden sich im Frühjahr nach einigen schuppenförmigen Niederblättern 2 10–20 cm lange, ovale, spitz zulaufende Laubblätter. Die kleinen, nickenden weißen Blüten besitzen eine glockenförmige Krone und einen intensiven, charakteristischen Duft. Sie sind zu 5 bis 10 in einer einseitswendigen Traube angeordnet.
Die kugeligen roten Beerenfrüchte enthalten wie die Blätter, Blüten und das Rhizom giftige Convallariaglykoside (vor allem Convallatoxin), die als Herzglykoside von Bedeutung sind. Das Maiglöckchen wächst in sommerwarmen Eichen- und Buchenwäldern vor allem der Tieflagen, aber auch in subalpinen Hochgrasfluren (Calamagrostion). Wegen seiner schönen, intensiv duftenden Blüten ist es zudem als Gartenzierpflanze und Schnittblume beliebt. Seine Duftstoffe dienen zur Herstellung von Parfümen.