Verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten, getrockneten Stängelspitzen bestehend aus Blüten, Stängeln und Blättern (Mädesüßkraut - Filipendulae ulmariae herba).
Traditionelle Anwendung:
Die Blüten dienen zur unterstützenden Behandlung von Erkältungskrankheiten, bei fiebrigen Erkältungskrankheiten zur Schwitzkur, zur Erhöhung der Harnmenge. In der Volksheilkunde wird die Droge weiterhin bei Blasen- und Nierenleiden und zur Wundheilung benutzt.
Mädesüßkraut wird zur unterstützenden Behandlung von Erkältungskrankheiten eingesetzt. In der Volksheilkunde wird die Droge auch zur Behandlung von Magenerkrankungen genutzt.
Homöopathie:
1. Filipendula ulmaria HAB1 (syn. Spiraea ulmaria), die frischen, unterirdischen Teile blühender Pflanzen.
Anwendungsgebiet: Rheumatismus, Schleimhautentzündungen.
2. Filipendula ulmaria ferm 34c HAB1 (syn. Spiraea ulmaria ex herba ferm 34c), die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Anwendungsgebiet: in der anthroposophischen Therapierichtung.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy ): Mädesüßkraut: unterstützende Therapie bei banalen Erkältungen; Verstärkung der renalen Wasserausscheidung (wissenschaftlich allerdings nicht nachgewiesen).
Bereitung eines Teeaufgusses:
3 bis 6 g geschnittenes Mädesüßkraut oder 2 bis 4 g Mädesüßblüten mit ca. 150 mL siedendem Wasser übergießen und nach 5 bis 10 Min. abseihen.
Mehrmals täglich eine Tasse Mädesüßkrauttee oder Mädesüßblütentee trinken; Tagesdosis 2 bis 18 g Mädesüßkraut, 2,5 bis 6 g Mädesüßblüten. Sinnvoll ist eine Kombination mit anderen Drogen, z. B. Lindenblüten, Holunderblüten, Kamillenblüten (Erkältungstee).