Spierstaude, Mädesüß, Filipendula, Gattung der Rosengewächse mit ca. 10 Arten in den gemäßigten und subarktischen Bereichen der Nordhalbkugel. Mit Rhizomen ausgestattete, meist an feuchte Standorte angepaßte Stauden mit unpaarig gefiederten Blättern (Fiederblättchen abwechselnd groß und klein) sowie zahlreichen kleinen, 4–5zähligen Blüten in dichten Trugdolden.
Das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) ist eine bis 150 cm hohe, gelblich-weiß blühende Staude mit einfach gefiederten Blättern (häufig, in Naßwiesen, an Gräben, Mooren, Auwäldern; auf sandigen oder lehmigen Böden). Das Knollige Mädesüß (Knollige Spierstaude, Filipendula vulgaris) hat Blätter mit 20–50 fiederspaltigen bis gesägten Fiederblättchen und außen rötliche Blüten (selten, in Kalkmagerrasen, Säumen, lichten Wäldern; besonders auf wechseltrockenen Böden). Beide Arten kommen in Mitteleuropa vor; das Areal des Knolligen Mädesüß reicht weiter in den Süden.
Das Echte Mädesüß gilt in der Volksmedizin als Heilpflanze; ein aus den Blüten zubereiteter Tee (enthält u.a. Gerbstoffe, Schleim und Salicylsäureverbindungen) soll gegen Wassersucht (Ödem), Rheumatismus und Gicht wirken. Verschiedene weiß, rosa oder rot blühende Arten und Sorten der Spierstaude werden als Zierpflanzen gezogen.