Synonyme: Spiraea ulmaria, Ulmaria palustris, U. pentapetala;
Johanniswedel, Krampfkraut, Rüsterstaude, Sumpf-Spirä, Wiesengeißbart, Wiesenkönigin, Wiesenspierstaude, Wurmkraut, Ziegenbart

Historisches: Der Gattungsname setzt sich aus den lateinischen Worten filum (Faden) und pendulus (hängend) zusammen, während die Artbezeichnung ulmaria von ulmarius (ulmenartig) einst als Übersetzung der deutschen Rüsterstaude eingeführt wurde. Im 16. und 17. Jh. nannte man die Pflanze hauptsächlich Bocks- oder Geißbart.

Drogen: 1. Spiraeae flos (syn. Flores Reginae prati, Flores Spiraeae ulmariae, Flos Spiraeae, Flos Ulmariae, Ulmariae flos); Mädesüßblüten (syn. Spierblumen, Spierstaudenblüten, Sumpfspierblüten), die getrockneten Blüten.
Inhaltstoffe: äther. Öl, v.a. Salicylaldehyd und Salicylsäuremethylester, Flavonole, u.a. Spiraeosid, Kämpferolglykoside, Hyperosid, Rutin, Quercetin und seine Glykoside, Phenolglykoside (Primveroside des Salicylaldehyds) und Gerbstoffe (ca. 10 %).
2. Spiraeae herba (syn. Herba Barbae caprae, Herba Reginae prati, Herba Spiraeae ulmariae); Mädesüßkraut (syn. Spierkraut, Spierstaude, Sumpfspierkraut), die getrockneten oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Inhaltstoffe: ähnlich wie bei Spiraeae flos, jedoch mit unterschiedlichen Anteilen und verändertem Flavonoidspektrum, z.B. ohne Spiraeosid und Kämpferolglykosiden.