Magentees bei Appetitlosigkeit sollen, ähnlich wie ein Aperitif, die Sekretion von Speichel und Magensaft anregen. Deshalb dominieren in den Teemischungen Arzneidrogen mit aromatisch-bitterem oder scharfem Geschmack. In der Rekonvaleszenz kann die kreislaufanregende Wirkung der Rosmarinblätter ausgenützt werden.
Erklärungen/Begründungen zur Verwendung der einzelnen Drogen beruhen auf pharmakologischen und/oder klinischen Prüfungen; volksmedizinische, traditionelle Anwendungen sind in Klammern gesetzt.
Indikationsbezogene Wirkungen der Austauschdrogen: Pfefferminzblätter: krampflösend, blähungstreibend, galletreibend; verleiht dem Tee einen frischen Geschmack Kamillenblüten: entzündungshemmend, krampflösend, blähungswidrig, klassisches Magenmittel
Bemerkungen: Die einzelnen Bestandteile sind in geschnittenem Zustand zu mischen. Die Teemischungen sind vor Feuchtigkeit und Licht geschützt in gut schließenden Gefäßen (am besten aus Glas) aufzubewahren.
Zubereitung: 1 Esslöffel Teemischung mit 150 ml (entspr. 1 Teetasse) kochendem Wasser übergießen und bedeckt ziehen lassen, gelegentlich umrühren. Nach 10 Minuten abseihen und abkühlen lassen.
Am besten ist es, den Tee jeweils frisch zu bereiten. Soll ein Vorrat für einen ganzen Tag bereitet werden, so wird jeweils die vierfache Menge (4 Esslöffel Teemischung, 600 ml kochendes Wasser) genommen. Aufbewahrung in einer gut verschlossenen Thermoskanne.
Anwendung: Der Tee soll warm (nicht heiß), ungesüßt, schluckweise getrunken werden; jeweils eine Tasse vor oder nach dem Essen, 3-4mal täglich.