Löwenzahn, Bezeichnung für 2 verschiedene, in ihrem Habitus recht ähnliche Gattungen der Korbblütler: 1) Kuhblume, Taraxacum, und 2) Leontodon.
Taraxacum ist eine auf der Nordhalbkugel verbreitete, besonders in den west- und zentralasiatischen Gebirgen heimische Gattung mit ca. 100, durch überwiegend parthenogenetische Vermehrung (Apomixis) zum Teil sehr formenreichen Sammelarten und zahlreichen, mehr oder weniger abweichenden, schwer zu unterscheidenden Kleinarten.
Ausdauernde, reichlich Milchsaft führende Rosettenpflanzen mit länglich-lanzettlichen, meist buchtig bis schrotsägeförmig eingeschnittenen Blättern und einzeln auf hohlen Stengeln sitzenden Blütenköpfen. Diese aus zahlreichen gelben Zungenblüten bestehend und von 2 Reihen von Hüllblättern umgeben (schließen sich bei Einbruch der Nacht oder schlechtem Wetter). Die Früchte besitzen einen aus zahlreichen gezähnelten, weißen bis bräunlichen Borsten bestehenden Pappus.
In Mitteleuropa ist vor allem der in den gemäßigten Zonen heute weltweit verbreitete Wiesen-Löwenzahn oder Gemeine Löwenzahn, Taraxacum officinale, zu finden. Er wächst verbreitet in Fettwiesen und -weiden sowie in Unkrautfluren von Äckern und Wegrändern und wird als Wildsalat sowie als ein gegen vielerlei Leiden wirksames Heilmittel geschätzt.
Taraxacum bicorne (Zentralasien) und Taraxacum hybernum (Mittelmeergebiet) enthalten größere Mengen an Kautschuk, weswegen sie zeitweilig sogar angebaut wurden.