Verwendet werden die Blüten.
Traditionelle Anwendung:
Lindenblüten helfen bei Erkältungskrankheiten und damit verbundenem Husten; in der Volksheilkunde auch als Diaphoretikum, bei Rheuma, Nephritis, Ischias, Krämpfen, Magenbeschwerden und Unruhezuständen. Die Kosmetik benutzt das äther. Öl der Droge für Parfüms und Badezusätze. Zur Teezubereitung verwendet man als Einzeldosis 1 Teelöffel (ca. 1,8 g) feingeschnittene Lindenblüten. Als Tagesdosis werden 2-4 g Droge empfohlen.
Homöopathie:
Tilia europaea (syn. Tilia) HAB 34; die frischen Blüten von Tilia cordata oder Tilia platyphyllos.
Anwendungsgebiet: Infekte mit vermehrter Schweißbildung, Entzündungen der weiblichen Geschlechtsorgane.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy ): bei einer fiebrigen Erkältung und erkältungsbedingtem Husten, bei Katarrhen der oberen Luftwege und Unruhezuständen.
HMPC (Herbal Medicinal Product Committee): hat Lindenblüten als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft.
Bereitung eines Teeaufgusses:
2- bis 4-mal täglich eine Tasse Lindenblütentee möglichst heiß trinken (Schwitzkur); mittlere Tagesdosis 2 bis 4 g Droge. Sinnvoll ist eine Kombination mit anderen Drogen (Erkältungstee).