Synonyme für Tilia cordata: Tilia europaea, T. micriphylla, T. parviflora, T. sylvestris, T. ulmiflora;
Spätlinde, Steinlinde, Waldlinde
Synonyme für Tilia platyphyllos: Tilia grandiflora, T. officinarum;
Frühlinde, Graslinde
Drogen: Tiliae flos (syn. Flos Tiliae, Flores Tiliae); Lindenblüten.
Inhaltstoffe: äther. Öl mit Linalool, Germacren und α-Farnesen; Flavonoide, wie Quercetin, Kämpferol und ihre Glykoside, wie Tilirosid vgl. Formel; Gerbstoffe, Schleimstoffe (ca. 10 %).
Historisches: Die Linde ist ein Lieblingsbaum der Deutschen, der in vielen Liedern und Bräuchen eine große Rolle spielt (z.B. Dorflinde). Die arzneiliche Verwendung der Lindenblüten läßt sich bis ins Mittelalter mit Sicherheit feststellen. Der arzneiliche Gebrauch der Lindenblüten war im Altertum offenbar unbekannt. Erst Plinius und Galen erwähnen ihre Heilwirkung. Der Gattungsname Tilia ist der Name der Linde bei Plinius, abgeleitet von tilos (griech., Bast). Der deutsche Name soll im Zusammenhang mit Lein (lat. Linum) entstanden sein, da der Bast beider Pflanzen genutzt wurde.