"Länglichblättriger Fieberrindenbaum.
Wächst in Südamerica unter dem fünften Grade nördlicher Breite in Neu-Granada um Marquita
600 bis 1300 Klafter über der Meeresfläche und in Peru bey Chinchao, Cuchero
und Galcahuassi in den heifsen Wäldern der Anden.
Blühet vom May bis in den Julius.
In der schon öfter erwähnten Humboldt’schen Sammlung von Fieberrinden, findet sich auch die Rinde
der Cinchona oblongifolia, mit der Bezeichnung Quina rouge de Sta.
Die rothe Fieberrinde bekommen wir in großen, ungerollten, kaum gebogenen Stücken, von zwey bis fünf
Zoll lang, oft über 2 Zoll breit und 3 Achtel- bis 3 Viertelzoll dick. Die äußere Fläche ist uneben, kastanienbraun,
durch die Überreste der Oberhaut stellenweis weißlich, oft mit tiefen, geradlinigen Querrissen, auch wohl
mit flachen, unregelmäßigen Längsrissen. Die innere Fläche ist gewöhnlich uneben, auch wohl splitterig, rein oder
auch schmutzig zimmtbraun. Der Bruch verschieden: die äußere Schicht, ungefähr eine Linie dick, ist
meist eben, mehr oder weniger glänzend, harzähnlich, maronenbraun; die innere Schicht den übrigen Theil der
Dicke ausmachend, ist hervorragend - splittrig , von der äußern Fläche nach der innern hin aus dem Kastanienbraunen
in das Rostbraune übergehend, von der warzähnlichen Substanz der äußern Schicht überall durchdrungen.
Der Geschmack zusammenziehend und bitter."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Siebenter Band. 1855.)