Verwendet werden die vom Stängel abgestreiften Blüten (Lavandulae flos) mit ihrem angenehm süßlichen Duft und das daraus gewonnene ätherische Öl (Lavandulae aetheroleum).
Traditionelle Anwendung:
Lavendelöl wirkt in Präparaten bei Einschlafstörungen, funktionellen Oberbauchbeschwerden und äußerlich in der Balneotherapie, u.a. als Hautreizmittel, bei funktionellen Kreislaufbeschwerden sowie in Einreibungen bei rheumatischen Leiden.
Lavendelblüten helfen bei Unruhezuständen, u.a. nervösem Reizmagen, nervösen Darmbeschwerden, Einschlafstörungen, in der Balneotherapie besonders zur Behandlung funktioneller Kreislaufstörungen.
Homöopathie:
Lavandula angustifolia HAB 1; Lavendel, die frischen Blüten.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Zentralnervensystems; Negativmonographie, da kaum gebräuchlich.
2. Lavandula angustifolia e floribus siccatis HAB 1; die getrockneten Blüten.
Anwendungsgebiet: anthroposophische Therapierichtung.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
Durch klinische Studien belegte Anwendungsgebiete (Zulassung): zur Behandlung von Unruheständen bei ängstlicher Verstimmung.
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): Innerlich bei Unruhezuständen, Einschlafstörungen und depressiven Verstimmungen. Außerdem bei Bauchbeschwerden wie nervöser Reizmagen, Blähungen, nervösen Darmbeschwerden, Roehmheld-Syndrom. Äußerlich in Form von Bädern bei Kreislaufbeschwerden.
In der Aromatherapie wird Lavendelöl zur Beruhigung – auch gerne von Hebammen bei der Geburtshilfe – eingesetzt. Inhalation über Lavendelkissen bei Einschlafstörungen.
Es ist auch ein gutes Repellent (Mücken abweisendes Mittel). Dazu unverdünnt oder mit Alkohol 1:1 gemischt auftragen.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.
Bereitung eines Teeaufgusses:
1 bis 2 Teelöffel (0,8 bis 1,6 g) Lavendelblüten mit 150 mL heißem Wasser übergießen (nicht kochen!), 5 bis 10 Min. ziehen lassen und abseihen. Den Tee für Kinder (4-10 Jahre) mit 1 g Droge zubereiten.
Erwachsene, Jugendliche und Kinder mehrmals täglich 1 Tasse Lavendeltee warm trinken.