Synonyme: Lavandula officinalis, L. spica, L. vera, L. vulgaris;
Echter Lavendel, Kleiner Speik, Lavander

Historisches: Der Gattungsname Lavandula leitet sich vom lateinischen lavare (waschen) ab, da man das Kraut gern dem Waschwasser oder dem Bade zusetzte. Lavendel ist das entsprechende Lehnwort dazu. Das klassische Altertum kennt offenbar den Echten Lavendel nicht, wohl aber eine verwandte Art. Im 12. Jh. wird er von Hildegard von Bingen erwähnt und als heilkräftig bezeichnet.

Drogen: 1. Lavandulae aetheroleum (syn. Aetheroleum Lavandulae, Lavandulae oleum, Oleum Lavandulae); Lavendelöl (syn. Spiköl), das durch Wasserdampfdestillation aus den frischen Blüten oder Blütenständen gewonnene äther. Öl.
Inhaltstoffe: (-)-Linalool (20-50 %) und (-)-Linalylacetat (30-40 %) als Hauptkomponenten vgl. Formel, wobei der Ester die wertbestimmende Komponente darstellt. Weitere Bestandteile sind u.a. cis-Ocimen (3-7 %), Terpinen-4-ol (3-5 %), β-Caryophyllen 1,8-Cineol (1-2 %), Limonen, Geraniol, Geranylacetat, α-Pinen und Camphen (0,1-0,5 %).
2. Lavandulae flos (syn. Flores Lavandulae, Flos Lavandulae, Flores Spicae); Lavendelblüten (syn. Blafendel, Lavander), die kurz vor der völligen Entfaltung gesammelten und getrockneten Blüten.
Inhaltstoffe: äther. Öl (1-3 %, s. Lavandulae aetheroleum).