"Lavandula angustifolia
Sowohl Lavandula angustifolia als auch latifolia besitzen einen starken, angenehmen-eigenthümlichen Geruch, der von einer reichlichen Menge des in ihnen enthaltenen ätherischen Ohles abhängt. In dem Arzneyvorrath sind das Kraut und die Blumen Herba et Flores Lavendulae, wovon die letzten vor dem völligen Aufbrechen gesammelt werden müssen , aufgenommen worden. Auch bereitet man aus den Blumen ein ätherisches Öhl, Oleum Lavendulae aethereum, und einen Spiritus, Spiritus Lavendulae. ...
Schon von den Römern wurden die Blätter zu stärkenden Bädern gebraucht, woher denn auch der Nahme Lavandula gekommen ist. Blätter und Blumen gehören zu den ätherisch- öhligen Mitteln, und besitzen auch so wie andere aromatische Mittel excitirende Kräfte. Sie werden aber, so wie auch das ätherische Öhl und der Spiritus, nur äußerlich zum Zertheilen angewendet."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Achter Band. 1822)

"Lavandula latifolia
Die Lavandula latifolia besitzt mit der Lavandula augustifolia gleiche Heilkräfte, daher sie denn eben sowohl wie diese angewendet werden kann. Sie ist auch eben so wie diese in die neue Pharmacopoea Gallica von 1819 — was schon bey der ältern Statt gefunden hatte — mit aufgenommen worden."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Achter Band. 1822)