Verwendet werden die reifen (Teil-)Früchte (Kümmel - Carvi fructus) und das ätherische Öl (Carvi aetheroleum - Kümmelöl), das aus Kümmel­früchten durch Wasserdampfdestillation gewonnen wird.

Traditionelle Anwendung:
Anwendung bei dyspeptische Beschwerden im Magen- und Darmbereich, Blähungen, Völlegefühl, nervöse Herz-Magen-Beschwerden, Verdauungsstörungen bei Säuglingen sowie in großen Mengen als Gewürz und in der Likörbereitung. Volkstümlich auch als milchförderndes Mittel (Lactagogum).

Homöopathie:
1. Carum carvi HAB1, die getrockneten, reifen Früchte (mind. 3 % äther. Öl).
2. Carum carvi, äthanol. Decoctum HAB1 (mind.4 % äther. Öl).

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy ): Innerlich bei dyspeptischen Beschwerden wie leichte, krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, Völlegefühl und Blähungen. Zur Behandlung von blähenden Koliken bei Kindern und das Roemheld-Syndrom.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.

Bereitung eines Teeaufgusses:
1 bis 5 g frisch zerkleinerten Kümmel mit 150 mL heißem Wasser übergießen (nicht kochen!), 10 bis 15 Min. ziehen lassen und abseihen. Um die Wirksamkeit zu fördern, sollte Kümmel vor der Teezubereitung zerstoßen oder grob gepulvert werden, damit das ätherische Öl in den Tee gelangen kann. Den Tee für Kinder (4-10 Jahre) mit 1 bis 4 g Droge, für Kleinkinder (1-4 Jahre) mit 1 bis 2 g zubereiten.
Mehrmals täglich 1 Tasse Kümmeltee warm trinken.