"Piper Cubeba, die Kubebe, der Kubebenpfeffer (Cubebae) war in früheren Zeiten ein Küchengewürz. Sie wirkt spezifisch auf die Schleimhaut der Harn- und Geschlechtsorgane, und ist daher auch unter dem Volk gegen Tripper und weißen Fluss famos geworden. Aber auch gegen Magenverschleimung, schlechte Verdauung, Flatulenz, Gichtbeschwerden sind die Kubeben in Verbindung mit Senna, Rhabarber u. s. w. ein gutes Mittel. Vollblütige, Schwindsüchtige, Schwangere, Personen mit apoplektischer Anlage, mit Neigung zu Blutungen, solche, die an Fiebern und Entzündungen leiden, dürfen keine Kubeben nehmen. Auch Personen mit Magenkrampf und anderen Formen von Krämpfen bekommen sie nicht gut; denn es folgt darauf bald Erbrechen. Hier muss man kleine Dosen geben, und werden auch diese weggebrochen, so gibt man sie, nach Velpeau's Rat, in Klistieren, wo man zwei bis vier Quäntchen mit etwas Perubalsam, Eigelb und Wasser zu einem Klistier bereitet. Die innerliche Dosis ist: drei- bis viermal täglich ein bis zwei Teelöffel voll mit Wasser."
(Georg Friedrich Most: Enzyklopädie der Volksmedizin von 1843)