"Krameria ixina
Die Krameria Ixina hat Löfling, der sie mit dem Nahmen Ixine bezeichnete, im Jahre 1754 am 17. December in Cumana auf der festen Küste von Südamerica, wo sie wegen ihrer stachligen Frucht Cardillo breve genannt wird, entdeckt, nachher aber hat man sie auch auf den Antillen gefunden, weshalb auch ihre Wurzel von den Franzosen den Nahmen Ratanhia des Antilles erhalten hat. Jos. Mariano Mocino führt sie schon 1802 mit unter den in Mexico gebräuchlichen Heilmitteln auf, wo sie als zusammenziehendes Mittel vorkommt; und in der neuen Pharmacopoea Gallica von 1818 ist sie eben sowohl , wie die von der Krameria triandra mit aufgenommen und mit ihr völlig gleich gestellt, sodass man ihr auch eben dieselben therapeutischen Wirkungen zuschreibt."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Achter Band. 1822)

"Krameria triandra
Die Krameria triandra, von der wir die Radix Ratanhiae erhalten, wurde von Ruiz und Pa von schon in dem Jahre 1779 in der Provinz Tarma entdeckt und späterhin fanden sie dieselbe auch in den Provinzen Huanuco, Huarocheri, Canta, Xauxa, Caxatambo und Huamalies. Die Anwendung, die man dort von der Wurzel dieses Gewächses macht, wurde ihnen aber erst 1784 bekannt, als sie in der Stadt Huanuco, bey der sie gebauet wird, sahen, dass man sich ihrer zum Reinigen der Zähne and zum Festmachen derselben, so wie auch zugleich zum Rothfärben der Lippen bediente. Bey dieser Anwendung, die sie nun auch selbst versuchten, wurde von ihnen ihre so stark zusammenziehende Kraft bemerkt, und so dachten sie auch gleich daran, sie zum Stillen der Blutflüsse zu benutzen. ....
Die Ratanhiawurzel gehört nicht nur zu den ersten der zusammenziehenden Mittel, wie sowohl der Erfolg ihrer Anwendung als auch die chemische Zergliederung dargethan hat, sondern sie wird auch noch als sehr ausgezeichnet aus denselben hervortretend betrachtet werden müssen, wenn bey ihr die Gegenwart einer eigenthümlichen Säure durch wiederholte Untersuchungen bestätiget werden sollte."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Achter Band. 1822)